Deine Fragen zum Trauerwendepunkt

Der Kongress richtet sich besonders an Frauen, die nach einem Todesfall oder einem anderen tiefen Verlust spüren: Meine Trauer ist noch da – und ich brauche einen Weg, der wirklich zu mir passt.

Du bist hier richtig, wenn Zeit, Gespräche, Therapie oder eine Trauergruppe zwar geholfen haben, die Trauer aber immer wieder in Wellen zurückkehrt. Auch Trauerbegleiterinnen und therapeutisch Tätige finden neue Perspektiven und Methoden.

Trauer folgt keinem festen Zeitplan. Sie kann leiser werden und an Jahrestagen, durch Lieder, Orte oder Erinnerungen plötzlich wieder spürbar sein. Das ist kein persönliches Versagen.

Im Kongress erfährst Du, warum Trauer in Wellen verläuft und welche unterschiedlichen Wege der Trauerbegleitung, Körperarbeit, Psychologie, Natur und Spiritualität Dich unterstützen können. Wenn Deine Trauer Deinen Alltag über längere Zeit stark beeinträchtigt, hole Dir bitte zusätzlich professionelle Hilfe.

Modelle wie die Trauerphasen nach Verena Kast oder Kübler-Ross können Orientierung geben. Sie sind aber kein Stundenplan, den jeder Mensch in derselben Reihenfolge durchläuft. In der modernen Trauerbegleitung gelten diese Modelle als erste historische Modelle der Trauerbegleitung, werden aber heute durch andere, neuere Modelle ergänzt wie z.B. das doppelte Prozessmodell von Stroebe und Shut oder das Modell der Facetten der Trauer von Chris Paul.

Trauer ist oft zyklisch: Gefühle kommen in Wellen, überlagern sich und kehren in veränderter Form zurück. Der „Trauerwendepunkt“ hilft Dir, diese Bewegung besser zu verstehen und Deinen eigenen Weg darin zu finden.

Trauer bewältigen bedeutet nicht, den verlorenen Menschen oder einen wichtigen Lebensabschnitt zu vergessen. Es bedeutet, der Trauer einen Platz zu geben, ohne dass sie Dein gesamtes Leben bestimmt. Die innere Bindung kann fortgesetzt werden, sie wandelt sich aber im Laufe der Zeit.

Die Interviews zeigen Dir alltagstaugliche Zugänge: Gefühle wahrnehmen, den Körper einbeziehen, Erinnerungen würdigen, Grenzen achten, Unterstützung annehmen und vorsichtig wieder Verbindung zum Leben aufbauen.

Trauer verarbeiten heißt nicht, sie „wegzumachen“. Trauerarbeit beschreibt den persönlichen Prozess, einen Verlust anzuerkennen, Gefühle auszudrücken, die innere Verbindung neu zu gestalten und dem eigenen Leben Schritt für Schritt wieder Richtung zu geben. Der Begriff "Trauerarbeit" wurde zuerst von Sigmund Freud begründet und beschreibt, dass der Trauerprozess anstrengend ist.

Welche Schritte hilfreich sind, ist individuell. Deshalb stellt der Kongress verschiedene Sichtweisen und Methoden vor, aus denen Du das auswählen kannst, was sich für Dich stimmig anfühlt.

Ja. Wenn der Partner oder die Partnerin gestorben ist, verändert sich nicht nur der Alltag, sondern oft auch die eigene Identität, Zukunft und das Gefühl von Zuhause.

Der Kongress gibt Dir Orientierung für diese vielschichtige Trauer: vom Umgang mit Einsamkeit und Erinnerungen bis zu neuen Ritualen, innerer Verbindung und behutsamen nächsten Schritten.

Ja. Die Trauer um Mutter, Vater, Geschwister, Freunde oder andere nahestehende Menschen kann sehr unterschiedliche Gefühle auslösen – auch dann, wenn die Beziehung kompliziert war.

Beim „Trauerwendepunkt“ geht es nicht um eine einzige richtige Reaktion, sondern darum, Deine persönliche Geschichte zu verstehen und passende Formen von Abschied, Erinnerung und Weiterleben zu entdecken.

Ja. Trauer entsteht nicht nur nach einem Todesfall. Auch Trennung, Fehlgeburt, schwere Diagnose, Verlust von Gesundheit, Heimat, Beruf, Identität oder einer erhofften Zukunft können tiefe Trauer auslösen.

Der Kongress öffnet bewusst einen Raum für diese oft unsichtbaren Verluste und zeigt Wege, das Erlebte ernst zu nehmen und neu auszurichten.

Spiritualität ist eine mögliche Perspektive, aber keine Voraussetzung. Einige Gespräche beschäftigen sich mit Ritualen, Natur, innerer Verbindung oder Sinnfragen; andere mit Psychologie, Trauerbegleitung, Körperarbeit und wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Du entscheidest selbst, welche Impulse zu Deiner Haltung und Deinem Trauerweg passen. Vielen Trauernden werden neue Wege der Sinnfindung im Laufe des Trauerprozesses wichtig.

Nein. Der Onlinekongress dient der Information, Orientierung und persönlichen Reflexion. Er ersetzt keine medizinische, psychotherapeutische oder heilkundliche Diagnose und Behandlung.

Wenn Deine Trauer Deinen Alltag über längere Zeit stark beeinträchtigt, Du Dich in einer akuten Krise befindest oder Gedanken hast, Dir etwas anzutun, wende Dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine psychotherapeutische Fachperson. Bei akuter Gefahr rufe den örtlichen Notruf; in Deutschland die 112.

Du erhältst verständliche Gespräche mit Fachleuten aus Trauerbegleitung, Psychologie, Körperarbeit, Ritualarbeit, Natur, Spiritualität und weiteren Bereichen.

Im Mittelpunkt stehen keine Patentrezepte, sondern Orientierung, konkrete Impulse und die Frage: Was könnte Dir jetzt wirklich helfen?

Monika Müller-Herrmann lädt Menschen ein, die Trauer aus unterschiedlichen fachlichen und persönlichen Blickwinkeln begleiten. Dazu gehören unter anderem Trauerbegleitende, psychologisch und therapeutisch Tätige, Körperarbeiterinnen, Ritualbegleitende sowie Fachleute aus Palliative Care, Naturarbeit und spiritueller Begleitung.

Die endgültige Gästeliste wird auf der Kongressseite veröffentlicht, sobald alle Gespräche bestätigt sind.

Nein. Wähle die Gespräche aus, die Dich gerade ansprechen. Trauer kostet Kraft – deshalb darfst Du Pausen machen, langsam vorgehen und jederzeit auf Deine Grenzen achten.

Schon ein einziger Gedanke oder eine passende Methode kann einen wichtigen nächsten Schritt anstoßen.

Aktuell ist der Zeitraum vom 12. bis 21. November 2026 vorgesehen. Das Kongressdatum ist noch nicht final; maßgeblich sind die Angaben auf der Startseite und in den Kongress-E-Mails.

Nach Deiner kostenfreien Anmeldung erhältst Du die Zugangsinformationen per E-Mail. Die Interviews werden während des Kongresses nach dem veröffentlichten Programm freigeschaltet.

Ja. Du kannst Dich kostenfrei anmelden und die jeweils freigeschalteten Interviews im vorgesehenen Zeitraum ansehen.

Falls später zusätzliche Kongresspakete mit längerem Zugriff oder Bonusmaterial angeboten werden, sind diese freiwillig. Die kostenfreie Teilnahme bleibt davon unberührt.

Jedes Interview ist während seines kostenfreien Freischaltungszeitraums verfügbar. Den genauen Zeitraum siehst Du im jeweiligen Tagesprogramm und in der zugehörigen E-Mail.

Falls ein Kongresspaket mit längerem Zugriff angeboten wird, findest Du die Bedingungen transparent auf der Kongressseite.

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